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Marias Testament

Marias Testament

Produktion: Hamburger Kammerspiele
Von Colm Tóibín
Regie und Bühne: Elmar Goerden
Kostüm: Lydia Kirchleitner
Mit Nicole Heesters (in Verhandlung; 1 Darstellerin)

Vorstellungsdauer: Ca. 1 Stunde 35 Minuten, keine Pause

“Marias Testament” ist die Geschichte einer Mutter, die ihren Sohn nicht beschützen konnte und der somit das Schlimmste geschah, was einer
Mutter geschehen kann.

Eine Mutter erzählt die Tragödie ihres Lebens. Sie erzählt von der Entfremdung, vom grausamen Tod ihres Sohnes, und sie erzählt dies alles auf ganz und gar persönliche Weise, aus der Perspektive ihrer eigenen, individuellen Erfahrung.

Maria ist, in der Erzählzeit des Romans und Stückes, mittlerweile eine alte Frau, lebt allein in der antiken Stadt Ephesos, hadert mit düsteren Erinnerungen und merkt, dass sie belauert wird. Zwei sehr zudringliche Jünger Jesu suchen sie in ihrem Haus auf, fragen sie nach den Ereignissen im Leben Jesu aus, die sie doch aus nächster Nähe erlebt haben muss: Die Wunder, die er vollbrachte, den Märtyrertod am Kreuz, den er erlitt, die Wiederauferstehung. All jene Ereignisse also, aus denen in der Überlieferung der Evangelisten der zentrale Teil des Neuen Testaments
besteht. Maria bestätigt den biblischen Sinn dieser Ereignisse keineswegs. Von Erlösung hält sie so wenig wie vom Glauben an die Wiederauferstehung. Sie hält nichts von den Lehren ihres Sohnes, auch nichts von der charismatischen Wirkung, die er zu Lebzeiten auf Menschen ausübte.

“Atemloses Schweigen, dann orkanartiger Beifall. Nicole Heesters glänzt in Colm Tóibíns Monolog „Marias Testament“ an den Hamburger Kammerspielen.” DIE WELT

“Die 81-jährige Heesters spielt diese Figur mit mühsam zurückgehaltener Energie, ein nervöses Zucken im Fuß muss reichen, um anzudeuten, wie viel in ihr brodelt, ein drohendes Heben der Stimme, um zu zeigen, dass mit ihr nicht zu spaßen ist.” HAMBURGER ABENDBLATT

 

Gastspielzeitraum: 28.11.19 – 15.12.19

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