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Die Kempowski-Saga Teil 3: Ein Kapitel für sich

Die Kempowski-Saga Teil 3: Ein Kapitel für sich

Nach den Romanen „Uns geht’s ja noch gold“ und Teilen aus „Ein Kapitel für sich“ von Walter Kempowski

Produktion: Altonaer Theater

Regie und Bühnenfassung: Axel Schneider

Bühne: Ulrike Engelbrecht

Kostüme: Sabrina von Allwörden

Musikalische Leitung: Mathias Christian Kosel

Akkordeon-Einspielungen: Natascha Böttcher

Dramaturgie: Sonja Valentin

Beratung: Jan-Philipp Reemtsma

Tanzchoreografie: Ute Geske

Kampfchoreografie: Malcolm Ranson

Gastspielzeitraum Spielzeit 2021/22: 06.03. bis 27.03.2022

Gastspielzeitraum Spielzeit 2022/23: 15.01.2023 – 29.01.2023 und 13.04.2023 – 26.04.2023

Die Familie Kempowski steht vor den Trümmern, die der Zweite Weltkrieg 1945 hinterlassen hat. Man erlebt am eigenen Leibe, in der Nachbarschaft und bei Freund*innen Elend, Hunger, Plünderungen und Gewalttätigkeiten. Aber man ist nicht ausgebombt und hat noch etwas Geld. Zwischen Trümmerschutt und Ausgangssperren, Schwarzmarkt und Hamsterzügen versucht die Familie Kempowski nach dem Krieg die bürgerliche Kontinuität wiederherzustellen.

Nachdem der Ich-Erzähler Walter für kurze Zeit in den Westen „rübergemacht“ hatte und mit ein paar Frachtbriefen den Amerikanern die Ausplünderung der „Zone“ durch die Russen demonstrieren wollte, wird er bei einem Besuch in Rostock festgenommen und verbringt acht Jahre im Zuchthaus in Bautzen. Spionage hieß die Anklage. Nicht nur Walter, sondern auch Bruder Robert wird verhaftet und schließlich sogar die Mutter. Walter hatte ihre Mitwisserschaft im Verhör zugegeben, was er sich nie verzeiht. Mutter und Söhne machen mit Haft und Häftlingen ihre ganz eigenen Erfahrungen, und so erzählt jeder aus seiner Perspektive, was ihm in der Welt der Eingeschlossenen widerfahren ist. Und dennoch: Bei allem Leid zeigt sich der lakonische Humor Kempowskis in allen Figuren.

„Schlaglichtartig beleuchtet Regisseur Axel Schneider mit einem bestens eingespielten, rollenwechselfreudigen neunköpfigen Ensemble einen Teil der deutschen Geschichte, der weitgehend im Dunkeln liegt.“ WELT

„Eindrucksvoll leuchtet das große Ensemble in einer Fülle unterschiedlichster Rollen die Atmosphäre und das Lebensgefühl der Menschen in einer Zeit voller Ungewissheiten und Enttäuschungen aus.“ HAMBURGER ABENDBLATT

Foto: G2 Baraniak

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